
Visitkarten: Relikt oder Revival?
Warum Visitkarten auch im digitalen Zeitalter wichtig sind, wie du dich optisch abhebst und welche Alternativen (z.B. QR Code oder LinkedIn Code) es gibt.
Networking passiert heute oft digital. Da stellt sich die Frage: brauchst du noch klassische Visitenkarten?
Meine Antwort ist ein klares JA! Trotz LinkedIn, QR-Codes und digitalen Kontakten haben Visitenkarten nach wie vor ihre Berechtigung. Sie sind ein physisches Symbol deiner Marke.
Gerade für Einzelunternehmer:innen und Neugründer:innen sind Visitenkarten nach wie vor ein unverzichtbares Werkzeug, um Kontakte zu knüpfen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Warum Visitenkarten nach wie vor sinnvoll sind
Der persönliche Kontakt zählt
Eine Visitenkarte persönlich zu überreichen, schafft eine direkte Verbindung, die ein digitales Adden nicht ersetzen kann.
Einprägsamkeit
Ein gut gestaltetes Stück Papier bleibt oft länger im Gedächtnis als ein schneller Austausch von Kontaktdaten. Auch die Haptik spielt eine große Rolle, ob du einen wirksamen Eindruck machst.
Unabhängigkeit von Technik
Leerer Akku? Nicht die passende App? Oder schlechte Internetverbindung? Die Visitenkarte funktioniert immer.

Moderne Alternativen und Ergänzungen zu Visitkarten
Wenn du auf Visitkarten verzichten möchtest oder sie mit digitalen Elementen verknüpfen willst, gibt es Alternativen:
QR Codes
Hier verbindet sich die physische mit der digitalen Variante. Drucke einen QR Code auf deine Visitkarte (und auf deinen Flyer, dein Roll-up etc.). Du kannst dir aussuchen, ob du auf deine Kontaktdaten, deine Website, dein LinkedIn Profil oder eine andere URL verlinken möchtest.
QR Codes kannst du mit Online-Generatoren oder mit Grafiktools wie Canva oder Adobe kostenlos erstellen. Einfach URL eingeben, Code kreieren, herunterladen und verwenden.
LinkedIn Code
Nutzt du LinkedIn? Dann kannst du dein Gegenüber z.B. bei Events einfach deinen LinkedIn Code scannen lassen. Oder du scannst umgekehrt den Code von anderen Personen und schon bist du vernetzt!
Wie du zu deinem Code kommst, zeige ich dir:

Du öffnest deine LinkedIn App und tippst oben ins Suchfenster. Ganz rechts siehst du dann das QR Code Symbol. Wenn du es anklickst, kommst du auf deinen eigenen Code oder kannst oben auf "scannen" wechseln und den Code deines Gegenübers einscannen. Mit dem Download Icon kannst du deinen Code auch direkt auf deinem Smartphone speichern für das nächste Networking Event.

Deine Visitenkarte abseits von 08/15
Format und Form
Visitenkarten müssen nicht immer rechteckig und Querformat sein! Vielleicht passt ein quadratisches oder rundes Format besser zu deinem Business bzw. deiner Branche? Auch Klappkarten können für extra Aufmerksamkeit sorgen.
Für meine Kundin Melanie Streit habe ich Visitkarten als Aufkleber und Lesezeichen gestaltet und produziert. Das verschafft dir mehr Platz für Text und Bilder und hat durch den zusätzlichen Verwendungszweck auch eine längere Lebensdauer. Die Lesezeichen kommen bei ihren Kund:innen sehr gut an!

Papier und Material
Das Material spielt eine große Rolle für den ersten Eindruck. Die Haptik kannst du durch verschiedene Papiersorten steuern - matt, glänzend oder strukturiert. Achte auf eine ausreichende Grammatur. Für mich gibt es kaum Schlimmeres als eine zu dünne Visitkarte.
Wenn du es edel und exklusiv möchtest, empfehle ich dir Luxuspapiere. Liegt dir Nachhaltigkeit am Herzen, kannst du das durch Recycling-Papiere oder Visitkarten aus Holz ausdrücken.
Veredelung und Besonderheiten
Zusätzlich zur Papierwahl kannst du für Spezialeffekte sorgen. Zum Beispiel mit einer Soft-Touch-Oberfläche, Gravuren, Folienprägung oder holografischen Elementen. Du kannst deine Visitkarten auch in einer gewünschten Form stanzen lassen.
Bei diesen Veredelungen gilt es nur zu bedenken, dass sie für kleine Stückzahlen oft nicht möglich oder im Verhältnis sehr teuer sind.
Produktion von Visitkarten
Am schnellsten und günstigsten sind Online-Druckereien wie druck.at oder flyeralarm, ein Preisvergleich lohnt sich. Bei Spezialanfertigungen empfehle ich allerdings eine erfahrene Offset-Druckerei. Kostet ein paar Euro mehr, rechnet sich aber durch persönliche Betreuung und Expertise bei der Produktion.
Wenn du deine Visitkarten selbst mit Canva & Co erstellst, achte unbedingt darauf, deine Daten im CMYK-Farbmodus zu erstellen und auszugeben, sonst könnten deine Farben am Ende überraschend anders aussehen!
Mein Tipp:
Denk bei der Gestaltung deiner Visitkarte daran, die Elemente ausreichend groß zu machen. Schriftgrößen unter 8 Punkt können für dein Gegenüber schlecht lesbar sein. QR Codes brauchen eine Mindestgröße, um gescannt werden zu können. Packe nicht zu viel Informationen auf deine Visitkarte. Weniger ist wie so oft mehr.
Brauchst du Hilfe bei deinen Visitkarten?
Ich weiß, wie wichtig ein professioneller Auftritt ist. Gern helfe ich dir mit einem individuellen Visitkarten Design, das deine Marke widerspiegelt und berate dich zu alternativen, digitalen Lösungen.