neujahrsvorsaetze

Die Top 10 der Marketing-Neujahrsvorsätze

Was du im Marketing als EPU oder KMU zu Jahresbeginn anpacken solltest. Mit Fokus auf Zeitgewinn, Sicherheit und smartem Einsatz von KI

Das Alte loslassen, das Neue begrüßen. Der Jahreswechsel ist traditionell ein guter Zeitpunkt zum Entrümpeln, Aufräumen und natürlich für gute Vorsätze.

Was im Privatleben gilt, passt auch gut für dein Unternehmen. Zu Jahresbeginn gibt es im Marketing einige Aufgaben, die zu erledigen sind. Eine Bestandsaufnahme gibt dir einen Überblick, wo etwas zu tun ist.

Hier sind die 10 wichtigsten Marketing-Vorsätze, um mit klarem Fokus und einem strategischen Vorsprung ins Jahr 2026 zu starten:

1. Digitaler Auftritt: Website & Social Media im Check

Website-Audit:

Die Zeit zwischen den Feiertagen oder ein paar Urlaubstage rund um Weihnachten und Silvester kannst du gut nützen, um deine Website zu aktualisieren. Sind deine Kontaktdaten richtig? Wann hast du zuletzt deinen Blog befüllt? Hast du Events auf der Seite angekündigt, die längst abgelaufen sind? Stehen noch irgendwo Weihnachtsgrüße? Sind alle Produkte verfügbar?

Rechts-Check:

Ist deine Datenschutzerklärung am neuesten Stand und dein Impressum rechtskonform? Hast du als KMU das Barrierefreiheitsgesetz am Schirm, das seit 28. Juni 2025 in Kraft ist? Details dazu findest du bei der WKO.

Social Media:

Und wann hast du zuletzt deine Social Media Profile gepflegt? Hast du eine Strategie, wann und welche Inhalte du in den nächsten Wochen und Monaten posten möchtest? Ein Redaktionsplan kann dich unterstützen. Vielleicht ist es auch Zeit, einen Kanal zu schließen und/oder einen neuen zu starten?

Schau dir auch dein Google Unternehmensprofil an. Sind dort alle Daten korrekt? Haben sich Öffnungszeiten geändert?

2. Verträge & Lizenzen: mach Schluss mit Tool-Chaos

Tool-Konsolidierung

Für viele Aufgaben gibt es nützliche und effektive Tools, Software und Apps. Nützt du alle, die du jemals installiert hast? Weißt du, wo du dich überall registriert hast (vielleicht auch nur testweise)?

Wann laufen bestehende Verträge ab, wann kannst du sie kündigen? Auch Preisvergleiche für verschiedene Software-Lösungen und Dienstleistungen lohnen sich (z.B. das Hosting deiner Website).

Melde dich von Newslettern ab, die dich nicht mehr interessieren.

KI-Budget planen

Reserviere ein kleines Budget für die Anschaffung von KI-Tools, die dir Zeit sparen (z.B. zur Text- oder Bilderstellung).

Passwort-Sicherheit

Der Jahreswechsel ist der perfekte Zeitpunkt, um Passwörter zu ändern und, wo möglich, die 2-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Aus eigener Erfahrung rate ich dir zu einem Passwort-Manager.

IT Sicherheit ist ein unterschätztes Thema - vor allem bei EPU - und Internetbetrug boomt leider nach wie vor.

3. Inventur & Ordnung: digital und analog

Ordnung spart Zeit. Das gilt nicht nur für deinen Schreibtisch, sondern vor allem auch für deine digitalen Ablagen.

Digitales Aufräumen:
Bereinige deine Cloud-Speicher (Google Drive, Dropbox, OneDrive, iCloud). Lösche nicht benötigte Daten, unnötige Entwürfe und alte Unterlagen.

Tipp KI-Ordnung:
Du kannst KI-Tools nützen, um lange Dokumente oder Meeting-Transkripte automatisch zusammenzufassen und zu ordnen.

Analoge Ordnung:
Kontrolliere die Lagerbestände deiner Drucksorten (Visitenkarten, Flyer, Roll-Ups, Stempel etc.). Entsprechen sie noch deinem aktuellen Branding?

Wie sehen dein Schreibtisch und dein Büro aus? Findest du auf den ersten Blick alles, was du brauchst? Die Beschriftung von Ordnern und Schachteln macht dir das Leben leichter  – ganz abgesehen davon, dass es hübscher aussieht 😊 Ich geb zu, ich bin ein Monk. Bei mir gibt’s nur Ordner in Firmenfarbe und natürlich einheitlich beschriftet.

Neujahrsvorsätze: Ordner einheitlich beschriften

4. Digitalisierung, KI-Implementierung & Förderung

Hol dir KI als Mitarbeiter:in an Bord

Finde Marketing-Aufgaben, die dir viel Zeit stehlen und delegiere sie an KI-Tools (z.B. ChatGPT, Gemini, etc.). Das kann die Erstellung von Texten für deine Social Media Postings oder deinen Newsletter sein, die Automatisierung von E-Mails oder die Bilderstellung. Starte in deinem Tempo, vergleiche die Anbieter und schau, wo du persönlich den größten Nutzen hast.

Förderungen

Dein Mitbewerb ist dir um eine Nasenlänge voraus? Du möchtest den digitalen Anschluss nicht verlieren? Du hast Aufholbedarf bei der Anwendung von digitalen Technologien?

Für digitale Projekte kannst du dir bei KMU.digital bis zu 80% Förderung holen. Als Certified eCommerce and Social Media Expert (CESE) kann und darf ich dein EPU und KMU mit Analyse, Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen.

Auch die Implementierung von KI-gestützten Prozessen kann in einigen Förderprogrammen als digitaler Fortschritt geltend gemacht werden.

5. Erfolgsanalyse

Web- und Social Media-Analyse

Beim Zurückschauen auf das alte Jahr bleiben oft sehr subjektive Eindrücke und Erinnerungen. Schaff dir Fakten, indem du deine verfügbaren Kennzahlen auswertest.

Verwendest du ein Web-Analyse-Tool (z.B. Google Analytics oder Matomo)? Dann sieh dir den Jahresreport an: welche Marketingaktionen waren erfolgreich und welche weniger? Die Insights bei Facebook und Instagram geben dir Aufschluss darüber, was Postings und/oder Anzeigen tatsächlich gebracht haben. Für KMU: gibt es zusätzliche Daten aus anderen Abteilungen?

Einmal im Jahr ist gut – regelmäßig ist besser 😉 Mit Google Data Studio kannst du einen Bericht erstellen (oder z.B. von mir erstellen lassen), den du z.B. wöchentlich oder monatlich automatisch erhältst.

Mitbewerbsbeobachtung

Vergiss nicht, deine Marktbegleiter:innen im Auge zu behalten. Wenn du eine Medienbeobachtung beauftragt hast, werte die Ergebnisse aus. Alternativ kann ich dir die kostenlosen Google Alerts empfehlen.

6. Werbebudget und Planung

Falls du es nicht schon vor dem Jahresende gemacht hast, definiere jetzt dein Budget für das neue Geschäftsjahr und plane Flexibilität ein.

Mithilfe der Analyse von Punkt 5 weißt du ja schon, welche Aktionen gut gelaufen sind und welche Werbekanäle sich lohnen.

Stoppe Zeitfresser! Was nicht funktioniert, solltest du nicht weiter füttern - weder mit Zeit noch mit Budget.

7. Branding & Positionierung

Dein Branding muss heute schnell überzeugen, denn die Aufmerksamkeitsspanne sinkt und Botschaften werden zunehmend von KI zusammengefasst.

Positionierung

Google und andere Suchmaschinen liefern immer häufiger KI-generierte Antworten. Deine Markenbotschaft muss klar und prägnant sein, damit sie von diesen Systemen aufgegriffen werden kann.

Was bietest du an, was ist dein Alleinstellungsmerkmal (USP)? Was unterscheidet dich vom Mitbewerb, was ist dein Nutzenversprechen (Value Proposition)? Wenn KI über dein Unternehmen spricht, was sagt sie? Du solltest deine Kernkompetenz in einem einzigen, prägnanten Satz zusammenfassen können ("Elevator Pitch").

Branding

Bist du mit dem äußeren Erscheinungsbild deines Geschäfts zufrieden oder wünscht du dir eine Runderneuerung?

Sind deine Business Portraits in die Jahre gekommen? Aktuelle und authentische Bilder auf deiner Website und in sozialen Medien schaffen Vertrauen und machen dich unverwechselbar (Netzwerk-Empfehlung: Fotografin Miriam Mehlman.)

Achte auf ein einheitliches Erscheinungsbild bei allem, wo du nach außen auftrittst. Stelle sicher, dass sämtliche Texte (Website, E-Mail-Signatur) deine einzigartige Positionierung klar und konsistent kommunizieren.

8. Kundendaten sind das neue Gold

Aktualisiere und pflege deine Kundendatenbank! Als EPU ist deine E-Mail-Liste dein wertvollstes Gut. Der beste und kreativste Newsletter kann nicht erfolgreich sein, wenn die E-Mail Adressen veraltet und unerreichbar sind.

Verwendest du eine Software, um deine Kundenbeziehungen zu verwalten? CRM – Customer Relationship Management heißt das in der Fachsprache. Eine zentrale Verwaltung deiner Ansprechpartner:innen mit ihren Telefonnummern und E-Mail Adressen spart dir viel Zeit beim Suchen. Außerdem verschaffst du dir damit jederzeit mit einem Klick den Überblick über vergangene Meetings, Telefonate und Vereinbarungen.

9. Prozesse & Effizienz

Was wolltest du schon immer in deinem Marketing verbessern? Was fehlt dir? Wo hättest du gern Unterstützung?

Identifiziere die Aufgaben, die dir keinen Spaß machen oder bei denen du nur langsam vorankommst und lagern sie an Expert:innen aus

Ich weiß, als EPU scheut man sich oft vor den zusätzlichen Kosten, aber eine externe Betreuung rechnet sich langfristig. Bei meinen Kund:innen ist das meistens die Pflege der Website, die Betreuung der Social Media Kanäle, der regelmäßige Newsletter oder das Schreiben von Blog-Beiträgen.

Nimm dir 2026 vor, auch neue Wege zu gehen. Immer nur das zu tun, was du schon immer gemacht hast, ist langweilig und verschwendet Chancen. Widme einen kleinen Teil deines Marketingbudgets einem Experiment und probiere etwas Neues!

Durchleuchte deine internen Abläufe (z.B. die Erstellung von Rechnungen, die Beantwortung von Standard-Anfragen). Kannst du sie durch Vorlagen oder Automatisierungstools effizienter gestalten und Zeit sparen? Auch hier kann dir die KI helfen.

10. Pufferzeit & Personal

Der wichtigste Vorsatz für alle Einzelunternehmer (EPU) ist die eigene mentale Stabilität und Planungsdisziplin.

Finde heraus, welche wiederkehrenden Aufgaben (z.B. Social-Media-Post-Erstellung, Terminbuchung) du mit Tools vereinfachen kannst, sodass du dir einen Zeit-Puffer verschaffst.

Für kleine KMU: wie sieht die Personalsituation in deinem Unternehmen aus? Suchst du neue MitarbeiterInnen? Employer Branding ist eines der wichtigsten Marketinginstrumente im Recruiting. Falls du Jobbörsen verwendest oder eine eigene HR-Website betreibst, kontrolliere auch hier, ob alle Daten aktuell und richtig sind. Sind die ausgeschriebenen Stellen wirklich noch verfügbar?

Du hast viele gute Vorsätze, brauchst aber Hilfe bei der Umsetzung?

Welcher der Vorsätze hat für dein Business die höchste Priorität? Wenn es Outsourcing ist, kannst du mir deine Website, Newsletter, Social Media, Drucksorten und vieles mehr übergeben.