E-Mail-Marketing für EPU: der Newsletter als wertvollstes Asset
E-Mail-Marketing ist für EPU wichtiger denn je! Warum Outlook tabu ist, welche Tools 2026 glänzen und wie KI dir beim Texten hilft
E-Mails gelten als schneller und einfacher Weg für den Informationsaustausch. Sie sind aber auch einer der wertvollsten Marketing-Kanäle.
E-Mail-Marketing wurde schon oft totgesagt, doch 2026 ist klar: wer sich nur auf Social Media verlässt, baut sein Haus auf gemietetem Grund. Ändert LinkedIn den Algorithmus oder sperrt Meta dein Konto, verlierst du den Kontakt zu deiner Zielgruppe. Beides passiert leider häufig.
Deine E-Mail-Liste hingegen gehört dir. Sie ist deine Versicherung gegen die Launen der Plattformen. Für EPU und Neugründer:innen ist E-Mail-Marketing das effektivste Tool, um Vertrauen aufzubauen und ohne Streuverluste zu verkaufen und das bei geringen Kosten.
Mehr als Newsletter-Marketing
E-Mail als Marketinginstrument wurde schon oft für tot erklärt. Statistiken zufolge ist es aber immer noch eines der besten Mittel, um seine Zielgruppe zu erreichen und Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen:
- niedrige Kosten
- messebarer Erfolg
- unabhängig von Algorithmen und Reichweiten (wie z.B. von Social Media Plattformen).
Als EPU oder KMU ist es also ein ideales Kommunikationsmittel und ein wichtiger Marketingkanal.
Wenn du eine professionelle Aussendung an deine Kund:innen planst oder einen regelmäßigen Newsletter an Interessent:nnen versenden willst, solltest du ein entsprechendes Tool verwenden (mehr darüber liest du weiter unten). Vor allem als Neugründer:in lohnt es sich, in die Sammlung von wertvollen Kundendaten zu investieren.
Der Klassiker: Warum Outlook (immer noch) als Newsletter-Tool ungeeignet ist
Immer wieder sehe ich, wie hunderte E-Mail Adressen in ein Outlook E-Mail eingefügt werden. Nach dem Motto „Kostet ja nix, da kann ich meine Kund:innen doch gleich via Outlook anschreiben!“ Ist schneller und billiger als Newsletter-Programme.
Warum Outlook nicht für Newsletter Versand geeignet ist?
- du hast sehr eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten und keine Gewissheit, dass deine mühsam gebastelten „Kunstwerke“ in einem anderen E-Mail Programm so aussehen, wie du sie weggeschickt hast (schon gar nicht auf Smartphones oder Tablets)
- du weißt nicht, ob jemand deinen Newsletter geöffnet oder einen Link geklickt hat und hast somit keinerlei Erfolgskontrolle
- wenn du zu viele Adressen gleichzeitig anschreibst, läufst du Gefahr, dass du selbst als Spam klassifiziert und im schlimmsten Fall von einigen Anbietern gesperrt wirst
- Outlook-Massenmails landen 2026 oft im Spam, weil die Filter von Google und Yahoo extrem streng geworden sind
- die Empfänger:innen können sich nicht von deinem Newsletter abmelden (DSGVO!)
Anbieter Newsletter Tools
Es gibt viele Anbieter für professionelles E-Mail Marketing: Brevo, KlickTipp, Mailchimp, Active Campaign und viele mehr. Manche davon sind kostenlos, wenn du nur wenige Adressen anschreiben willst bzw. bieten auch bei größerer Anzahl ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Überleg dir, was du von so einem Tool erwartest und was es erfüllen soll, bevor du eines auswählst:
- Ist es datenschutzkonform?
- Kannst du es leicht bedienen?
- In welcher Sprache ist es verfügbar?
- Wünscht du dir extra Funktionen wie SMS Versand oder Automatisierungen?
Ich verwende Brevo (ehemals Send in blue) und bin damit seit Jahren zufrieden. Deshalb empfehle ich es auch gern meinen Kund:innen. Die Plattform ist leicht zu handhaben, DSGVO-konform und je nach Versandmenge gratis bzw. günstig.
KI als Redaktions-Buddy
Du hast die Inhalte für deinen Newsletter, aber die Formulierung fällt dir schwer? Du bekommst den Betreff einfach nicht kurz und knackig? Für beides haben alle gängigen Newsletter-Programme, natürlich auch Brevo, inzwischen KI integriert. Sie unterstützt dich z.B. dabei Betreffzeilen zu optimieren oder aus deinen Stichworten einen fertigen Newsletter-Text zu zaubern. Ich rate dir aber dringend, dich nicht blind auf die KI zu verlassen!
Vielleicht schrumpft durch die KI-Hilfe die Erstellungszeit deines Newsletters von vielen Stunden auf eine planbare Zeit. Wenn du trotzdem nicht voran kommst oder dir die Newsletter einfach keinen Spaß machen, empfehle ich dir, das Projekt an einen Profi (wie mich) auszulagern.
Wen darfst du anschreiben und wen nicht?
E-Mail-Marketing ist kein Wilder Westen!
Die Regeln für E-Mail Marketing sind klar über die DSVGO und das Telekommunikationsgesetz bzw. die E-Privacy-Richtlinie definiert. Du darfst keine Newsletter oder sonstige E-Mails an Empfänger:innen ohne deren Einverständnis bzw. Zustimmung verschicken!
Jetzt fragst du dich „Wen darf ich denn dann anschreiben“?“ Ganz einfach: Interessent:innen, die sich über ein Double opt-in Verfahren für deinen Newsletter angemeldet bzw. dafür registriert haben. Das kann auch im Zuge eines Downloads erfolgen (z.B. weil du ein Freebie anbietest).
Außerdem darfst du den Newsletter an deine Bestandskund:innen schicken. Im Zweifel kann dir dein/e Anwalt oder Anwältin hier genauere, rechtssichere Auskunft geben.
Vergiss nicht, dass du Details zur Verwendung persönlicher Daten in deine Datenschutzerklärung aufnehmen musst, wenn du einen Newsletter verschickst!
4 Quick Start Tipps für dein E-Mail Marketing
- Qualität vor Quantität
Es muss (und soll) nicht 3x pro Woche ein elendslanger Newsletter sein. Das schaffst du zeitlich nicht und nervt womöglich die Empfänger:innen. Umgekehrt ist es kein Newsletter, wenn du nur 1x im Jahr deine Kontakte anschreibst! - Kein Versand ohne Mehrwert
Wenn du einmal nichts zu sagen hast, lass den Newsletter ausfallen. Jede Aussendung sollte einen Mehrwert für deine Leser:innen enthalten. - Schreib, wie du sprichst
EPU-Kund:innen kaufen bei Menschen. Verstell dich nicht und vermeide bürokratische Floskeln. Sei persönlich! - Ein klarer Call-to-Action (CTA)
Was soll der / die Leser:in machen? Einen Termin buchen? Den neuen Blogbeitrag lesen? Sag es klipp und klar. Wir haben heute alle wenig Zeit und sind dankbar für Anweisungen. Vermeide Button-Texte wie "hier klicken" oder "weiterlesen".
Newsletter ist eine gute Idee, aber wo beginnen?
Lass dir beim E-Mail Marketing helfen: bei der Auswahl des richtigen Anbieters, dem korrekten Set-up und bei der Erstellung aller Vorlagen. Natürlich übernehme ich auch gern den regelmäßigen Versand deines Newsletters.